FAMILIE. MEDIEN. EIN GUTES GEFÜHL.

Sinnvolle
Mediennutzung
und Richtlinien.

Den digitalen Alltag gemeinsam gestalten. Mit Orientierung fürs Alter, Ideen für schwierige Momente und kleinen Schritten, die weiterhelfen.

Orientierung finden

Für Eltern · ohne Anmeldung · in eurem Tempo

ORIENTIERUNG NACH ALTER

Jedes Alter.
Ein nächster Schritt.

Was ist gerade sinnvoll? Hier findest du einen Einstieg vom Kleinkindalter bis zur Jugend – mit Zeitrichtwerten, Ideen für den Alltag und Anlaufstellen zum Weiterlesen.

Richtwerte geben Halt. Euer Alltag zählt mit.

Die Zeiten sind empfohlene Obergrenzen der jeweils verlinkten Fachstelle, keine täglich auszuschöpfenden Ziele. Inhalt, Begleitung, Schlaf, Bewegung und andere Interessen zählen mit. Übergänge zwischen den Altersstufen sind fließend; ein Geburtstag allein macht ein Kind nicht medienreif.

Welches Alter interessiert dich?

Alle fünf Altersstufen im Überblick

Unter 3 JahreBabys & Kleinkinder

Möglichst bildschirmfrei

Nähe, Bewegung, gemeinsames Spielen und Bilderbücher stehen im Mittelpunkt. Auch Erwachsene können beim Zusammensein das Handy bewusst beiseitelegen.

Für den AlltagZusammen anschauen, benennen und erzählen – mit einem Bilderbuch statt einer App.

BIÖG: Orientierung für die ersten Jahre

3–6 JahreKindergartenalter

Höchstens 30 Minuten am Tag

Nicht täglich und gemeinsam mit Erwachsenen. Kurze, altersgerechte Inhalte bewusst auswählen.

Für den AlltagVorher eine Folge auswählen, gemeinsam schauen und danach über das Gesehene sprechen.

klicksafe: Kinder bis 6 Jahre

6–9 JahreFrühes Grundschulalter

Höchstens 30–45 Minuten am Tag

Möglichst nicht täglich. Gemeinsam erkunden und bei Fragen erreichbar bleiben. Das Zeitbudget gilt für die Freizeit und nicht einzeln pro Gerät.

Für den AlltagEine überschaubare Kinderseite gemeinsam entdecken und vorher ein Ende vereinbaren.

BIÖG: Medienzeiten im Grundschulalter

9–12 JahreMehr ausprobieren

Höchstens 45–60 Minuten am Tag

Regeln gemeinsam besprechen, Geräte passend einstellen und Online-Erlebnisse ernst nehmen. Ein Wochenbudget kann helfen, Zeit selbst einzuteilen.

Für den AlltagZusammen eine Familienvereinbarung schreiben: Zeiten, Käufe und was bei unangenehmen Kontakten passiert.

klicksafe: Kinder von 6–12 Jahren

12–16 JahreJugendliche begleiten

Höchstens 1–2 Stunden freie Bildschirmzeit am Tag

klicksafe nennt zusätzlich ein Ende bis spätestens 21 Uhr. Über Kontakte, Inhalte und Privatsphäre im Gespräch bleiben; Regeln und Freiräume gemeinsam überprüfen.

Für den AlltagLass dir ein Lieblingsspiel oder einen Kanal zeigen. Vereinbart gemeinsam, wann das Gerät Pause hat.

klicksafe: Jugendliche von 12–16 Jahren

Alle Bildschirmgeräte zusammen betrachten: Fernseher, Tablet, Smartphone, Konsole und Computer. Schulische Nutzung gesondert besprechen und die gesamte Belastung im Blick behalten. Bücher und reine Hörangebote sind keine Bildschirmzeit; auch hier sind Pausen sinnvoll. Die Altersbereiche folgen den Quellen und überschneiden sich an ihren Grenzen.

Woher kommen die Richtwerte und wie aktuell sind sie?

Die Übersicht fasst veröffentlichte Elterninformationen von klicksafe und dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) in eigenen Worten zusammen. Sie ist keine eigene medizinische Leitlinie. Die Alterskarten verlinken ihre jeweilige Quelle direkt.

  • BIÖG, Tabelle zur Mediennutzung: Seitenstand 02.12.2025.
  • klicksafe, Kinder bis 6 und von 6–12 Jahren: Seitenstand jeweils 01.12.2025.
  • klicksafe, 12–16 Jahre: beim Abruf veröffentlichte Elternempfehlung.

Alle hier verlinkten Angebote wurden am aufgerufen. Empfehlungen können sich ändern. Für individuelle Entwicklungs- oder Gesundheitsfragen ist die Kinderarztpraxis die passende Anlaufstelle.

BIÖG: vollständige Tabelle · klicksafe: bis 6 Jahre · klicksafe: 6–12 Jahre · klicksafe: 12–16 Jahre

Drei Fragen, die häufig auftauchen

Wann ist ein eigenes Smartphone sinnvoll?

Ein bestimmter Geburtstag reicht als Kriterium nicht aus. Erst gemeinsam üben und schauen, ob das Kind Regeln, Risiken und Privatsphäre versteht. Für Grundschulkinder kann ein einfaches Telefon ohne Internet zur Erreichbarkeit ausreichen. Einordnung bei klicksafe

Heißt eine Altersfreigabe auch „empfehlenswert“?

Nein. Die Alterskennzeichnung allein bewertet nicht den pädagogischen Nutzen oder ob ein Angebot zu deinem Kind passt. Für die Auswahl helfen zusätzlich FLIMMO und der Spieleratgeber NRW. Erklärung bei klicksafe

Was hilft beim Abschalten?

Vereinbart vorher ein verständliches Ende und gebt danach einer anderen gemeinsamen Beschäftigung Raum. Bildschirmfreie Mahlzeiten und möglichst eine Stunde Pause vor dem Schlafengehen sind Empfehlungen des BIÖG. Alltagstipps des BIÖG

Auch die eigenen Einstellungen prüfen: zum 14-Fragen-Selbstcheck

HILFE IM ALLTAG

Was beschäftigt
euch gerade?

Wähle die Situation, die zu euch passt. Du erhältst einen nächsten Schritt, einen Gesprächseinstieg und passende Hilfe. Ohne Anmeldung, ohne Eingabe persönlicher Angaben.

Mehr als Bildschirmzeit. Schaut auch auf Schlaf, Schule, Bewegung, Beziehungen und darauf, ob das Aufhören gelingt. Viel Nutzung allein ist keine Diagnose. Digitale Angebote können auch Lernen, Kreativität und Freundschaften unterstützen. Forschungseinordnung der WHO

Beim Aufhören gibt es StreitGaming, Videos und endloses Scrollen

01 / JETZT

Besprecht außerhalb des Streits einen klaren Endpunkt. Bei einem Spiel kann das die letzte vereinbarte Runde sein. Kündigt das Ende vorher an und plant, was danach kommt.

02 / INS GESPRÄCH KOMMEN

„Was macht dir daran Spaß? Wo können wir einen guten Endpunkt vereinbaren, den wir beide vorher kennen?“

03 / EINSTELLUNGEN & SCHUTZ

Prüft gemeinsam Zeitlimits und Benachrichtigungen. Erklärt die Einstellung und vereinbart, wie ihr mit Ausnahmen umgeht.

04 / UNTERSTÜTZUNG

Wenn Konflikte anhalten oder Schule, Schlaf und Beziehungen deutlich leiden, holt euch Unterstützung bei einer Erziehungsberatungsstelle oder beim Elterntelefon.

Idee für euch: eine Woche ausprobieren und gemeinsam prüfen, ob das Aufhören leichter wird.

Passend dazu

Das Handy hält mein Kind nachts wachSchlaf und Abendroutine

01 / JETZT

Vereinbart eine ruhige Zeit vor dem Schlafengehen und einen gemeinsamen Ladeplatz außerhalb des Schlafbereichs. Bezieht die Handygewohnheiten der Erwachsenen mit ein.

02 / INS GESPRÄCH KOMMEN

„Mir fällt auf, dass du morgens müde bist. Wie erlebst du das? Was würde dir abends beim Abschalten helfen?“

03 / EINSTELLUNGEN & SCHUTZ

Schaut euch Ruhezeiten und stumme Benachrichtigungen auf dem Gerät an. Prüft gemeinsam, welche wichtigen Anrufe weiterhin durchkommen sollen.

04 / UNTERSTÜTZUNG

Bei anhaltenden Schlafproblemen oder starker Tagesmüdigkeit sprecht mit der Kinder- oder Hausarztpraxis. Die Ursache lässt sich aus der Handyzeit allein nicht bestimmen.

Idee für euch: nach einer Woche über Müdigkeit und Wohlbefinden sprechen, nicht nur über die Minuten am Gerät.

Passend dazu

Ist mein Kind bereit fürs erste Smartphone?Gemeinsam starten und Sicherheit üben

01 / JETZT

Klärt zuerst, wofür das Gerät gebraucht wird. Übt gemeinsam Sperrcode, Kosten und den Umgang mit fremden Kontakten. Geburtstag oder Gruppendruck allein entscheiden nicht.

02 / INS GESPRÄCH KOMMEN

„Was möchtest du damit machen? Was würdest du tun, wenn jemand Geld, ein Foto oder ein Geheimnis von dir verlangt?“

03 / EINSTELLUNGEN & SCHUTZ

Richtet das Gerät gemeinsam ein: Sperre, Updates, App- und Kauffreigaben sowie Privatsphäre. Besprecht transparent, welche Schutzfunktionen aktiv sind.

04 / UNTERSTÜTZUNG

Wenn noch viel unklar ist, übt zunächst am gemeinsam genutzten Gerät. Bei Fragen zu Einstellungen und Regeln hilft ZEBRA.

Idee für euch: mit wenigen Funktionen anfangen und nach gemeinsamen Erfahrungen mehr Freiraum vereinbaren.

Passend dazu

Ein Kontakt macht Angst oder übt Druck ausBelästigung, Drohungen oder intime Bilder

01 / JETZT

Nehmt das Kind ernst und macht keine Vorwürfe. Bei Erpressung: nicht zahlen und keine weiteren Aufnahmen senden. Den Kontakt beenden, melden und blockieren.

02 / INS GESPRÄCH KOMMEN

„Du bekommst keinen Ärger dafür, dass du mir das erzählst. Du musst nichts schicken oder geheim halten. Wir holen uns gemeinsam Hilfe.“

03 / EINSTELLUNGEN & SCHUTZ

Notiert Profilname, Link und Zeitpunkt. Keine sexualisierten Aufnahmen Minderjähriger herunterladen, kopieren oder weiterleiten – auch nicht als Screenshot. Klärt mit der Polizei, wie vorhandene Beweise gesichert werden sollen.

04 / UNTERSTÜTZUNG

Bei Erpressung oder sexueller Belästigung die Polizei bzw. eine Fachberatungsstelle einbeziehen. Bei unmittelbarer Gefahr: Polizei 110; bei medizinischem Notfall oder akuter Lebensgefahr: 112.

Hier nicht erst eine Woche beobachten: Schutz und Unterstützung haben Vorrang.

Passend dazu

In Apps oder Spielen wurde Geld ausgegebenKäufe, Abos und virtuelle Währungen

01 / JETZT

Schaut gemeinsam in Kaufbelege und Abos: Was wurde wann gekauft und wie viel kostet es in Euro? Stoppt zunächst weitere unbeabsichtigte Käufe.

02 / INS GESPRÄCH KOMMEN

„Lass uns zusammen verstehen, was gekauft wurde. Was war dir daran wichtig und wie können wir die Kosten künftig überblicken?“

03 / EINSTELLUNGEN & SCHUTZ

Aktiviert eine Kaufbestätigung oder sperrt In-App-Käufe. Prüft hinterlegte Zahlungsmittel und vereinbart einen überschaubaren Betrag oder Käufe nur nach Rücksprache.

04 / UNTERSTÜTZUNG

Bei unklaren Abbuchungen kontaktiert den Anbieter über dessen offizielle Hilfeseite. Eine Erstattung hängt vom Einzelfall ab. Bei wiederkehrenden Konflikten hilft eine Elternberatung.

Idee für euch: Kosten gemeinsam in Euro ansehen und die neue Kaufregel nach zwei Wochen prüfen.

Passend dazu

Praktische Vorschläge für Eltern von Schulkindern und Jugendlichen, keine Diagnose oder individuelle Beratung. Passt Absprachen an Alter und Erfahrung an; mit Jugendlichen gemeinsam entscheiden und ihre Privatsphäre achten. Gesprächssätze und Probezeiträume sind redaktionelle Vorschläge. Die fachlichen Grundlagen sind pro Situation verlinkt. Quellen geprüft am 23.09.2026.

Alle hilfreichen Anlaufstellen in der Linksammlung

DATENSCHUTZ-SELBSTCHECK

Wie gut schützt du
deine Daten?

14 Fragen, etwa 5 Minuten. Wähle deine Antwort und gehe mit „Weiter“ zur nächsten Frage. Am Ende erhältst du eine persönliche Auswertung mit konkreten nächsten Schritten.

Ohne Anmeldung. Deine Antworten bleiben im Browser.

Für Eltern: Empfehlungen nach Alter und hilfreiche Links

0 von 14 beantwortet
0 von 14
01 Mein Smartphone oder Tablet sperrt sich automatisch und ist durch einen Code oder ein Passwort geschützt.

Gerät & Zugang

02 Mein Entsperrcode ist schwer zu erraten; ich verwende weder Geburtstage noch einfache Zahlenfolgen.

Gerät & Zugang

03 Ich prüfe öffentliche WLANs und beachte HTTPS sowie Sicherheitswarnungen.

Unterwegs & im Browser

04 Ich verwende für wichtige Konten unterschiedliche, starke Passwörter oder Passkeys und schütze meine gespeicherten Zugangsdaten.

Gerät & Zugang

05 Apps und Websites erhalten meinen Standort nur, wenn ich ihn für die jeweilige Funktion freigeben möchte.

Berechtigungen & Apps

06 Kamera und Mikrofon dürfen nur nach meiner bewussten Freigabe verwendet werden; alte Berechtigungen prüfe ich.

Berechtigungen & Apps

07 Ich unterscheide bei Messengern zwischen verschlüsselten Nachrichteninhalten und weiterhin anfallenden Nutzungs- oder Kontodaten.

Daten & Öffentlichkeit

08 Bevor ich einer App Rechte gebe, prüfe ich, ob sie zur gewünschten Funktion passen.

Berechtigungen & Apps

09 Unklare Berechtigungen kläre ich zuerst; bis dahin verweigere ich sie oder verzichte auf die App.

Berechtigungen & Apps

10 Ich prüfe, welche persönlichen Daten eine App speichert oder weitergibt, und entscheide bewusst darüber.

Daten & Öffentlichkeit

11 Ich installiere Sicherheitsupdates für Betriebssystem, Browser und Apps zeitnah.

Gerät & Zugang

12 Ich prüfe die Herkunft und den Anbieter einer App – auch in offiziellen App-Stores.

Berechtigungen & Apps

13 Vor dem Teilen bedenke ich, dass andere Inhalte kopieren und weiterverbreiten können.

Daten & Öffentlichkeit

14 Ich prüfe, wer meine Beiträge und Profilinformationen sehen kann – auch außerhalb meines Freundeskreises.

Daten & Öffentlichkeit

Für wen ist das Formular und was passiert mit meinen Antworten?

Für Erwachsene und ältere Jugendliche; Eltern können die Fragen für gemeinsam genutzte Geräte beantworten. Die fotografierte Checkliste wurde fachlich aktualisiert.

Deine Antworten bleiben in dieser Seite. Sie werden weder übertragen noch von uns dauerhaft gespeichert. „Zurücksetzen“ löscht die Auswahl. Beim Neuladen beginnt der Check neu. Technische Zugriffsdaten beim Seitenabruf sind in den Datenschutzhinweisen beschrieben.
Wie entsteht das Ergebnis?

Die Auswertung zählt die Antworten, ohne einen vermeintlichen Sicherheits-Prozentsatz zu vergeben. „Stimmt“ heißt: nach eigener Einschätzung umgesetzt. „Stimmt eher“ heißt: noch prüfen. „Stimmt nicht“ und „Stimmt eher nicht“ markieren Handlungsbedarf. „Nicht zutreffend“ wird gesondert ausgewiesen.

Zuerst erscheinen die schwächsten Antworten. Bei Gleichstand haben Gerätesperre, Entsperrcode, Kontenschutz und Updates Vorrang; danach gilt die Reihenfolge der Fragen. Angezeigt werden bis zu drei konkrete nächste Schritte. Alle Antworten bleiben in der Übersicht nachvollziehbar.

Diese Einordnung wurde für diese Seite erstellt. Sie ist kein wissenschaftlich validierter Test, kein technischer Sicherheitscheck und keine repräsentative Umfrage. Zustimmung bestätigt weder tatsächliche Geräteeinstellungen noch umfassende Sicherheit. Aus dieser Datenschutz-Abfrage lässt sich auch keine Medienreife eines Kindes ableiten.

Hintergrund & OriginalunterlagenEinordnung, Abschrift und Quellen

04 / DIE UNTERLAGEN VERSTÄNDLICH AUFBEREITET

Medienerziehung beginnt
mit Beziehung.

Die ersten drei Fotos behandeln das Grundschulalter. Hier sind ihre Kerngedanken zusammengefasst und dort eingeordnet, wo heutige Empfehlungen differenzierter sind.

01

Entwicklung braucht Vielfalt

Lesen, Schreiben, Bewegung, freies Spiel, Freundschaften und eigene Erfolgserlebnisse gehören zusammen. Digitale Angebote können ergänzen; sie sollten diese Erfahrungen nicht verdrängen.

02

Sicherheit durch Beziehung

Die Vorlage nennt Verlässlichkeit, Anerkennung, passende Herausforderungen, Selbstständigkeit, klare Grenzen und körperliche Sicherheit als Grundbedürfnisse. Fehler dürfen zum Lernen gehören.

03

Begleiten und vorleben

Gemeinsam auswählen, ausprobieren und über Erlebnisse sprechen. Erwachsene prägen mit ihrem eigenen Verhalten, wie Kinder Medien, Konflikte und Grenzen erleben.

HEUTE PRAKTISCH

Eine Familienregel, die im Alltag funktioniert

  1. Zeiten und altersgerechte Inhalte gemeinsam vereinbaren.
  2. Geräte kindersicher einrichten; Käufe und Downloads begleiten.
  3. Beim Essen, Lernen und vor dem Schlafen bewusste Pausen schaffen.
  4. Erlebnisse besprechen und Regeln regelmäßig gemeinsam anpassen.

Als Orientierung nennt klicksafe für 6–9 Jahre höchstens 30–45 Minuten und für 9–12 Jahre höchstens 45–60 Minuten Bildschirmzeit pro Tag. Das sind Richtwerte, keine automatische Freigabe: Entwicklungsstand, Inhalte und der gesamte Alltag zählen mit. Quelle: klicksafe

FAZIT AUS DEN TEXTEN

Begleitung + klare Regeln + technische Vorsorge.

Ein tragfähiger Umgang verbindet gemeinsame Erfahrungen mit verständlichen Grenzen und sicher eingerichteten Geräten. Kinder sollen schrittweise verstehen und mitentscheiden können.

Die Erzählung über Jonas und das bessere Lesen ist ein Einzelbeispiel. Sie beweist nicht, dass weniger Bildschirmzeit allein die Ursache für den Fortschritt war. Auch die Behauptung, Sport oder Musik seien die „beste Vorbeugung“ gegen alle Online-Risiken, ist in den Fotos nicht belegt.

Was gegenüber der Vorlage aktualisiert wurde
  • Passwörter: Speichern ist nicht grundsätzlich unsicher. Entscheidend sind unterschiedliche starke Zugangsdaten und ihr Schutz, etwa durch einen Passwortmanager. BSI
  • Öffentliches WLAN: Nicht jeder kann automatisch sämtliche Inhalte lesen. HTTPS verschlüsselt die Übertragung; falsche Hotspots und andere Risiken bleiben. BSI
  • Messenger: Persönliche WhatsApp-Nachrichten und Anrufe sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Konto-, Geräte- und Nutzungsdaten werden dennoch verarbeitet. Die alte pauschale Aussage zur Weitergabe an Facebook wird deshalb differenziert. WhatsApp
  • Berechtigungen: Zugriff nur bei Bedarf erteilen und bestehende Freigaben prüfen. Eine sinnvolle, bewusst gewünschte Datenübertragung ist kein pauschaler Ausschlussgrund.
  • Updates: Den Rat der Vorlage, automatische Updates zu deaktivieren, übernehmen wir nicht. Sicherheitsupdates zeitnah installieren. BSI
  • Kinder im Netz: Begleitung und aktuelle Schutzfunktionen verbinden. Alte Angebotslisten und die pauschale Empfehlung für Kabel statt WLAN werden hier nicht als heutiger Standard weitergeführt. klicksafe

05 / DIE ORIGINAL-ABFRAGE

Die Vorlage.
Sauber als Text.

Abschrift von Foto 4, gedruckte Seite 111, aus dem Buch „Gesund aufwachsen in der digitalen Medienwelt“, herausgegeben von Michaela Glöckler. Die Formulierungen sind aus der Vorlage übernommen; Zeilenumbrüche und Trennungen wurden bereinigt. Einzelne Aussagen sind veraltet – für den Selbstcheck oben gilt die aktualisierte Fassung.

Überprüfen Sie, wie gut Sie Ihre privaten Daten schützen

Antwortmöglichkeiten: Stimmt nicht · Stimme eher nicht · Stimme eher · Stimmt

Die Vorlage verbindet alle Kreuze in der rechten Spalte mit einem ersten Schritt zum Schutz der Privatsphäre. Das ist keine Garantie für Sicherheit.

Alle 14 Aussagen der Vorlage lesen
  1. Die Bildschirmsperre meines Smartphones ist immer aktiv.
  2. Ich habe eine willkürliche Zahlenkombination für meine Bildschirmsperre.
  3. Mir ist bewusst, dass in öffentlichen WLAN-Netzen jeder meine Aktivitäten leicht mitlesen kann.
  4. Ich habe die »Passwortspeicherung« in den »Einstellungen« meines Internetbrowsers immer auf »aus« eingestellt.
  5. Ich habe den »Standort« meines Smartphones in den »Website-Einstellungen« meines Internetbrowsers immer auf »blockiert« stehen.
  6. Ich habe die »Kamera- oder Mikrofonnutzung« in den »Website-Einstellungen« meines Internetbrowsers auf »Zuerst fragen« stehen.
  7. Mir ist bewusst, dass »WhatsApp« meine Telefonnummer und andere Daten der Kommunikation (Zeitpunkt, Empfänger, Adressbucheinträge …) speichert und an Facebook weitergibt.
  8. Bei der Installation einer App lese ich immer erst die Berechtigungen, bevor ich sie akzeptiere und die App installiere.
  9. Ich lehne die Installation einer App ab, wenn ich nicht weiß, was die Berechtigungen bedeuten.
  10. Ich lehne die Installation einer App ab, wenn ich weiß, dass Bilder, Videos, Adressen, Nachrichten oder Standortdaten gespeichert und weitergeleitet werden.
  11. Ich installiere immer die neuesten Updates für meine Apps und mein Smartphone und überprüfe, was geändert wurde.
  12. Ich kenne die Risiken, wenn ich Apps vom Google-Store oder von Drittanbietern herunterlade und installiere.
  13. Mir ist bewusst, dass im Internet nichts »vergessen« wird. Das heißt, dass z. B. ins Internet gestellte Bilder, Videos und Texte nicht mehr mit Sicherheit gelöscht werden können.
  14. Ich weiß, dass mein (zukünftiger) Arbeitgeber meine Bilder, Videos und Texte, die ich ins Internet gestellt habe, anschauen kann.
Abfrage als Text herunterladen

Zur vorliegenden „Abstimmung“: Auf dem Foto sind keine ausgewählten Antworten erkennbar. Teilnehmerzahl und ausgefüllte Bögen liegen nicht vor. Ein tatsächliches Abstimmungsergebnis lässt sich daraus nicht ableiten. Oben erhältst du nach dem Ausfüllen eine persönliche Auswertung; Antworten mehrerer Personen werden hier nicht gesammelt.

06 / HERKUNFT & QUELLEN

Nachlesen statt vermuten.

Grundlage sind vier bereitgestellte Fotos aus „Gesund aufwachsen in der digitalen Medienwelt“, herausgegeben von Michaela Glöckler: Abschnitte 5.1–5.3 zur Entwicklung und Medienerziehung sowie eine Datenschutz-Checkliste auf Seite 111. Die handschriftlich notierte ISBN 978-3-9820585-0-4 gehört zu einer älteren Ausgabe. Online verifiziert ist die 5., überarbeitete Auflage, Stuttgart 2025, 156 Seiten, ISBN 978-3-9820585-5-9. Die Fotos selbst werden nicht veröffentlicht.

Zusammenfassung und heutige Einordnung sind redaktionell getrennt von der Abschrift. Recherche und Aktualisierung: . Die Links öffnen externe Anbieter; sie werden erst beim Anklicken aufgerufen.